Sommerschule „Der einzigartige Altai im Spiegel der Geschichte, Literatur, Sprachen und Kunst“ an der Altaier Staatlichen Universität, Stadt Barnaul, 2017

Der heutigen Welt mangelt es oft an Verständnis und Verständigung. Fremdbilder, negative Stereotype, Vorurteile über weit gelegene Regionen Russlands stören direkte Kontakte zwischen russischen und europäischen Menschen. Ein Schlüssel zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz ist eine Studienreise in den Altai in Sibirien, um sich durch Beobachten und Wahrnehmen ein eigenes Bild über den Völkercharakter zu machen.

Der historische Name Altai schließt zwei Subjekte Russlands: die Altaier Region und die Republik Altai ein. Das ganze altaische Volk ist multinational. Seit Jahrhunderten haben hier ansässige Altaier, zugezogene Russen, Russlanddeutsche, Weißrussen, Ukrainer und andere Nationalitäten ihr Zuhause gefunden und leben in Einklang. Im Rahmen- und Kulturprogramm der Sommerschule können sich Teilnehmer und Teilnehmerinnen über die Facetten des allaltaischen Völkercharakters sowie die Lebensart von der Steinzeit bis ins 21. Jahrhundert informieren. Die wichtigen Seiten der altaischen Geschichte werden durch archäologische und literarische Erkundungstrips miterlebt. Dabei erfahren die deutschen Gäste über regionale Besonderheiten in der Entwicklung der Traditionen, Religionen, Kulturen und Sprachen.

Unter Betreuung der hochqualifizierten und erfahrenen Lehrkräfte der Altaier Staatlichen Universität und Experten aus den regionalen Museen und Kultureinrichtungen können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein lebendiges, vielfältiges und abwechslungsreiches Sommerschulprogramm genießen. Die erstellten Unterrichtsinhalte folgen kreativen Ansätzen und Formen.

Es besteht eine  hervorragende Möglichkeit, regionale Ethnien nicht nur der Vergangenheit sondern auch der Gegenwart kennen zu lernen, mit dem Alltag zu konfrontieren, kommunikatives Verhalten bewusst zu machen und die einzigartige Natur des Altai zu genießen.

Kontakte

Altaier Staatliche Universität
Fakultät für Massenkommunikationen, Philologie und Politologie
Dimitrow-Straße, 66
656049 Barnaul, Altaier Region
Tel.: 007 (3852) 366-376
Ansprechpartnerin ist Frau Svetlana Zinovyeva und unter folgender
E-mail-Adresse erreichbar: saz70@mail.ru

Leitung

  1. Fr. Svetlana Zinoveva, Dozentin des Lehrstuhls für germanische Sprachwissenschaft und Fremdsprachen an der Fakultät für Massenkommunikationen, Philologie und Politologie der Altaier Staatlichen Universität, Leiterin der Sommerschule und ist für das sprachliche Modul verantwortlich.
  2. Fr. Julia Trubnikova, Dr. habil, Professorin des Lehrstuhls für Russisch und russische Literatur der Fakultät für Massenkommunikationen, Philologie und Politologie der Altaier Staatlichen Universität, ist fürs Modul in Literatur verantwortlich.
  3. Hr. Nikolay Seregin, Dr., Dozent des Lehrstuhls für Archäologie, Ethnographie und Museumskunde der Fakultät für historische Wissenschaften, und ist fürs historische Modul verantwortlich.
  4. Hr. Dr. Oleg Kovalev, Chef-Redakteur der Homepage der AltGU.

Zielgruppe

Für die Teilnahme an der Sommerschule können sich Studierende deutscher Universitäten aller Fachrichtungen bewerben, die fachliche, landeskundliche und sprachliche Interessen haben. 

Termine

Bewerbungsschluss bei der Altaier Staatlichen Universität: 01.06.2017.

Anreisetag 19.08.2017 / 20.08.2017
Unterrichtsbeginn 21.08.2017
Unterrichtsende 05.09.2017
Abreisetag 06.09.2017

Bewerbung

Bewerber und Bewerberinnen müssen ihre Unterlagen an die Kontaktperson der Altaier Staatlichen Universität schicken, die im Ausschreibungstext angegeben ist.
Ihre Bewerbung beinhaltet:

  • einen lückenlosen tabellarischen Lebenslauf;
  • ein Motivationsschreiben (deutsch/englisch);
  • die erforderlichen Unterlagen für die Einladung (gescannter Reisepass).

Deutsche Studierende können beim DAAD in Bonn einen Zuschuss im Rahmen des Go-East-Programms beantragen. Dafür müssen die Bewerbungsunterlagen  nach Bonn gesendet werden:

In Deutschland
Frau Inna Rechtmann
Referat 322
Moldau, Rumänien, Ukraine
Länderübergreifende Programme Osteuropa
Kennedyallee 50
D-53175 Bonn
Tel.: +49 228 882-108
Fax: +49 228 882-9108
E-mail: rechtmann@daad.de

In Russland
Olga Gerschun         
E-mail:  gerschun@daad.de
Da die Finanzmittel des Programms begrenzt sind, wird empfohlen, sich möglichst früh an den DAAD zu wenden.
Weitere Informationen zur Bewerbung beim DAAD finden Sie auf der Homepage:
www.daad.de

Voraussetzungen

Vorlesungen, Seminare, Workshops, Kulturprogramm und Exkursionen werden in Deutsch und Englisch stattfinden.
Erwartet werden Sprachkenntnisse in Russisch möglichst auf dem Niveau A1 nach GER.
Der Einstufungstest in Russisch als Fremdsprache erfolgt am ersten Kurstag.
Die Teilnehmer erhalten am Ende der Sommerschule Teilnahmebescheinigungen mit der Stundenzahl.

Teilnehmerzahl

Mindestens 18 Studierende
Maximal 20 Studierende

Kursgebühren

Für die Teilnahme an der Sommerschule werden Gebühren in Höhe von 690,- Euro erhoben. Diese Gebühren enthalten die Kosten für die Beantragung der Einladung und Registrierung, den Transfer vom und zum Flughafen Barnaul, für die Unterbringung im Studentenwohnheim der Staatlichen Universität in Barnaul (http://www.asu.ru/university_life/dorm/) und im Gasthaus auf dem Bergübergang „Seminskij Perewal“ im Altai-Gebirge (http://www.seminskiy.ru),  für alle Lehrveranstaltungen (150 akademische Stunden), für die im Rahmenprogramm geplanten Exkursionen und Ausflüge und für eine volle Pension im Altai-Gebirge.

Die Teilnehmer besorgen Frühstück, Mittagessen und Abendessen in Barnaul selbständig. Dabei liegen zahlreiche Cafès mit günstigen Preisen in der Nähe des Wohnheimes und des Universitätsgebäudes.

Die Kursgebühren umfassen nicht die Kosten für die Hin- und Rückreise, Krankenversicherung, eventuell anfallende Visagebühren.
Die Sommerkursteilnehmer und -teilnehmerinnen bringen die Kosten für Tickets im öffentlichen Nahverkehr Barnauls auf.
Es wird empfohlen, sich gegen Enzephalitis (FSME) zu impfen. Über vegetarische Kost während des Kurses sollte man im Voraus mitteilen. Es empfiehlt sich eine angemessene Kleidung (Regenjacke, festes Schuhwerk) für Ausflüge zu Ausgrabungen und Wasserquellen und in die Höhlen mitzubringen.

Unterbringung

Die Sommerschulteilnehmer und -teilnehmerinnen werden in komfortablen Zweibettzimmern mit guter Ausstattung im Studentenwohnheim, Poljarnaja Straße 34, Gebäude 1 untergebracht (http://www.asu.ru/ university_life /dorm/), das der staatlichen Universität gehört. Das Studentenwohnheim befindet sich in der Nähe zum Stadtzentrum, nicht weit vom Lehrveranstaltungsort. Der Weg zur Lehrveranstaltungsstelle nimmt etwa 20 Minuten mit dem Stadtnahverkehr.

Vom 28.08.17 bis 03.09.2017 unternehmen  die Sommerschulteilnehmer und -teilnehmerinnen eine Erkundungsreise und wohnen im Gästehaus „Dinamo“  auf dem Bergübergang Seminskij Perewal (http://www.seminskiy.ru/). Es ist  etwa 400 km von Barnaul entfernt und liegt bis in Höhe von 1894 Meter.  Der Veranstaltungsort liegt in einer zauberhaften Ortschaft des Altai-Gebirges und hat eine große historische und literarische Bedeutung. Er liegt in der Nähe zu archäologischen Ausgrabungen, dass für die geplanten Exkursionen günstig ist.  Die Sommerschulgäste werden in Häusern mit 2-3- Bettzimmern, guter Ausstattung untergebracht. Es gibt kaltes und heißes Wasser, ein russisches Banja (Dampfbad), reichhaltiges Angebot der Gerichte aus Bio-Lebensmitteln, schöne Möglichkeiten für Sport- und Freizeitbeschäftigungen in freier Natur.

Vom 03.09. – 06.09.2017 werden die Sommerkursteilnehmer/-innen in Gastfamilien in Barnaul untergebracht. Eine interkulturelle Interaktion wird den Russischerwerb fördern.

PROGRAMM

der Sommerschule „Der einzigartige Altai im Spiegel der Geschichte, Literatur, Sprachen und Kunst“

Das Rahmen- und Kulturprogramm der Sommerschule dauert 19 Tage, umfasst  über 150 akademische Stunden und besteht aus zwei Teilen  und 5 Modulen.

Vom 19.08.2017 bis 28.08.2017 verläuft die Sommerschule in der Stadt Barnaul an der Altaier Staatlichen Universität. Vom 28.08.2017 bis 03.09.2017  findet die Erkundungsreise im zauberhaft schönen Altai-Gebirge statt. Vom 03.09. – 06.09.2017 wird das Programm in Barnaul fortgesetzt.

Der  Unterricht erfolgt gewöhnlich täglich von 9.00 bis 17.10 Uhr.

In den Exkursionen besichtigen deutsche Teilnehmer/-nnen archäologische Ausgrabungen. Den literarischen Horizont können sie auch durch historische Ereignisse und Trips in ländliche Gegenden erweitern, die in Werken widerspiegelt wurden. Für Sport- und andere Freizeitaktivitäten besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Die Besonderheit der Sommerschule besteht darin, dass die Geschichte des Altai vor unserer Zeit bis ins Mittelalter unter archäologischem Aspekt beigebracht wird. Über die Geschichte der letzten Jahrhunderte erfahren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch Literatur und Kunst.

Das Rahmen- und Kulturprogramm schließt folgende Module ein.

  1. Geschichte des Altai: Vorlesungszeit: 12 Stunden
    historisch-archäologische Erkundungstrips: 48 Stunden
  2. Der Altai in Literatur: Vorlesungszeit: 10 Stunden
    Workshops, Seminare, Erkundungstrips: 38 Stunden
  3. Sprachlicher Atlas und Aspekte der interkulturellen Kommunikation.
    Workshop und Seminare: 5 Stunden
  4. Kulturprogramm: der Altai in Kunst.
    Treffen, Seminare: 8 Stunden
    Exkursionen zu Landeskunde, Literatur und Kunst.
  5. Russisch als Fremdsprache: 20 Stunden.

Die Lerninhalte bieten  ein attraktives Angebot aus  Impulsvorlesungen, Seminaren, Projekttätigkeiten, Workshops, Exkursionen und  bis hin zu Besuchen der nationalen Museen, kulturellen Zentren, des Verlags an. Durch eine Erkundungsreise im Altai-Gebirge, Treffen mit heimischen Wissenschaftlern, Literaten, Künstlern können die Sommerkursteilnehmer/-innen ihre Vorstellungen und Kenntnisse über die Besonderheiten der regionalen Ethnien, den Völkercharakter, den Alltag, den  Sprachatlas und die Kulturszene  vertiefen.

Die Auswahl des Wohnortes im Altai-Gebirge ist nicht zufällig. Es zeigt eine Vielfalt  und zugleich eine Vernetzung der  im Altai gelebten und lebenden Ethnien. Das Kennenlernen mit jedem Volkstum ermöglicht den Kursteilnehmern/-innen, die Geschichte vor Ort besser zu begreifen und dadurch die interkulturelle Kompetenz weiter zu entwickeln.

In den Exkursionen besichtigen deutsche Teilnehmer/-nnen die archäologischen Ausgrabungen und die in literarischen Texten erwähnten Ortschaften. Für Sport- und andere Freizeitaktivitäten besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Der Unterricht erfolgt gewöhnlich täglich von 9.00 bis 17.10 Uhr.  Dafür werden Professoren, Doktoren, Sprachdozenten der Fakultäten für Massenkommunikationen, Philologie, Politologie, Geschichte und auch Experten und Sachverständige aus nationalen Kulturzentren, Museen, Verlagen eingesetzt.

Der Sprachkurs Russisch als Fremdsprache wird im Rahmenprogramm integriert und beträgt 20 akademische Stunden.

Detailliertes Programm der Sommerschule
Barnaul

Samstag, den 19.08.2017
Anreisetag. Das Abholen der Teilnehmer/-innen vom Flughafen Barnaul. Die Unterbringung im Studentenwohnheim. Die Vergebung der Lernmaterialien und landeskundlichen Flyers.
Je nach der Verabredung mit den Sommerkursgästen findet ein Stadtrundgang mit russischen StudentenInnen zur Orientierung in Barnaul statt. Danach ist die Zeit zur freien Verbringung.

Sonntag, den 20.08.2017
Der 2. Anreisetag. Das Abholen der Teilnehmer vom Flughafen Barnaul. Die Unterbringung im Studentenwohnheim. Die Vergebung der Lernmaterialien und landeskundlichen Flyers.

12.00 Exkursion  durch die Stadt Barnaul. Danach eine Schifffahrt am Fluss Ob.

Mittagessen
Zeit zur freien Verbringung. Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Barnauls je nach dem Wunsch der Teilnehmer/-nnen.

Montag, den 21.08.2017

10.00-12.30

Auftakt der Sommerschule. Die Grußworte von Hr. Dr. habil. A.Tischkin, Prorektor für Forschung, und von Hr. Dr. S. Manskow, Dekan der Fakultät für Massenkommunikationen, Philologie und Politologie. Eine Interaktive Präsentation der Altaier Staatlichen Universität mit den  Schwerpunkten: Studium, Studentenleben, Wissenschaft, öffentliche und ehrenamtliche Arbeit. Der Rundgang durch den Campus. Der Besuch der universitären Kunstgalerie „Universum“ und des  Museums für Archäologie und Ethnographie.

13.00–14.00 Mittagessen in der Mensa
14.15–15.45

Einstufungstest in Russisch als Fremdsprache

16.00–18.00

Treffen mit Vertretern der Jugendklubs und Studentenorganisationen an der Altaier Staatlichen Universität (AltGU).                                           

ab 18.00

Gemeinsames Abendessen (alle Gäste, russische Studierende und Lehrkraft).

Dienstag, den 22.08.2017

9.00–10.30

Russisch als Fremdsprache (Seminarleiterin: Fr. Dr. S. Doronina,  AltGU)

10.40–12.10

Vorlesung in Geschichte: Der Altai im Altertum. Die Stein- und Bronzezeit.
(Referent: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU)

12.30–13.30

Mittagspause

14.00-15.30

Vorlesung in Literatur: Literarisches Erbe des Altai. Literatur am Anfang des 20.Jahrhunderts: gelebte Geschichten über altaiische Menschen und ihre Lebensweise in den Werken von N. Grebenschtschikow.
(Referentin: Fr. Dr. habil, J. Trubnikowa, AltGU)

15.40–17.10

Planung und Erstellung der Projekte für die Arbeit in Kleingruppen im Laufe der Sommerschule mit  anschließenden Präsentationen. Die Schwerpunkte sind:
1) Historisch-archäologische Landschaften des Altai;
2) Lebendiger Altai im Spiegel der Literatur;
3) Altaiische Ethnien: ihre Geschichte und Gegenwart;
4) Fremd- und Eigenbilder der Deutschen über den Altai;
5) Der Altai in der Kulturszene.
(Seminarleiterin: Fr. Doz. S. Zinoveva, AltGU)

ab 20.00 Freizeitangebot

Mittwoch, den 23.08.2017

9.00–10.30

Russisch als Fremdsprache (Seminarleiterin: Fr. Dr. S. Doronina, AltGU)

10.40–12.10

Vorlesung in Geschichte: Der Altai in der früheren Nomadenzeit. Die Skythen.
(Referent: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU)

12.30–13.30

Mittagspause

14.00-15.30

Vorlesung in Literatur: Die Verankerung der Sowjetmacht im Altai in den 30-er Jahren des XX. Jahrhunderts“. Nach den Werken von W. Sasubrin.
(Referentin: Fr. Dr. Olga Skubatsch, AltGU)

16.00–18.00

Treffen mit A. Kirilin, Schriftsteller und Leiter der Altaier Literatenorganisation, an der regionalen Bibliothek von W.J. Schischkow.

Donnerstag, den 24.08.2017

9.00-10.30

Russisch als Fremdsprache (Seminarleiterin: Fr. Dr. S. Doronina, die AltGU).

10.40-12.10

Vorlesung in Geschichte: Der Altai in der Zeit der großen Völkerwanderung.
(Referent: Hr. Dr. N. Seregin, die AltGU)

12.30-13.30

Mittagspause

14.00–15.30

Uhr Vorlesung in Literatur im deutsch-russischen Haus: Russlanddeutsche vor und nach dem zweiten Weltkrieg. Poesie und Prosa und ihre aktuelle Motive.
(Expertin und Übersetzerin Fr. S. Jasowskaja, Bibliothekleiterin des DRH)

15.40-17.10

Treffen mit dem russlanddeutschen Schriftsteller und Historiker A. Fast und Zeitzeugen der Trudarmee der Sowjetepoche. Schwerpunkte der Diskussion sind:
- Deportation und Verbannung der Russlanddeutschen nach Sibirien;
- Begriffe „Freunde“ und „Fremde“ als Wechselbeziehungen zwischen Ansässigen und Russlanddeutschen;
- das Motiv „Trudarmee“ in der Prosa und Poesie.

Freitag, den 25.08.2017

9.00-10.30

Russisch als Fremdsprache (Seminarleiterin: Fr. Dr. S. Doronina)

10.40–12.10

Vorlesung in Geschichte: Der Altai im Frühmittelalter. Die Zeit der Nomadenimperien.
(Referent: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU)

12.30–13.30

Mittagspause

14.00–15.30

Vorlesungsreihe in Literatur: Die sozial-wirtschaftliche Entwicklung des Altai und das Leben der einfachen Menschen im 20. Jahrhundert bis zur Jahrhundertwende.
Vorlesung 1.: Altaiische Dorfprosa. Nach den Werken des sowjetischen Schriftstellers, Regisseurs und Schauspielers Wassilij Schukschin.
(Referent: Hr. Dr. D. Marjin, AltGU)

15.40-17.10

Workshop: Der Bauer schöpferischer Natur. W. Schukschin und seine Filmkunst.
(Referent: Hr. Dr. D. Marjin, AltGU)

ab 18.00

Besichtigung der Schukschins Stätten in Barnaul.

Samstag, den 26.08.2017

9.00–10.30

Russisch als Fremdsprache (Seminarleiterin: Fr. Dr. S. Doronina)

10.40–12.10

Vorlesung in Geschichte: Der Altai in der mongolischen Epoche und im späten Mittelalter.
(Referent: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU)

12.30–13.30

Mittagspause

14.00- 15.30

Vorlesung 2.  in Literatur: „ Der Tschujsker Trakt (die berühmte altaische Schnellstraße) in den Werken von W. Schukschin, W. Schischkow, G. Grebenschikow (Referentin: Fr. Dr. O. Skubatsch, AltGU).

16.00–18.00

Besuch des Museums für Landeskunde.

Sonntag, den 27.08.2017

Tag zur freien Verfügung und Vorbereitung auf die archäologische und literarische Erkundungsreise ins Altai-Gebirge.
Als empfohlenes Kulturangebot in Barnaul:

  • Besuch des Ateliers von  A. Friesen, russlanddeutscher Maler, der russlandweit bekannt ist
  • Deutsche Spuren in Barnaul (Recherchieren in Kleingruppen).
  • Besuch der deutschen Apotheke (Museum) und Abendessen im deutschen Cafè.
  • Besuch der Museumsstraße in der Altstadt.

Erkundungsreise

Montag, den 28.09.2017

7.00

Abreise ins Altai-Gebirge zum Dorf Srostki.

11.00–12.30

Mittagspause im Dorf Srostki, im Geburts- und Wohnort von Wassilij Schukschin. Unterbringung in Gastfamilien.

13.30–15.00

Museumsrundgang und Bergaufstieg zum Berg Piket, auf dem ein Denkmal von Schukschin istalliert ist, und wo sich ein fantastisches Panorama bietet.

15.30-19.30

Exkursion zu Ausgrabungsstätten: Besichtigung der Nekropole des Frühmittelalters, die als Srostki I bezeichnet wird, der Wohnhöhle aus der Steinzeit und der Siedlung der jüngeren Eisenzeit.(Exkursionführer: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU)

20.00 Abendessen in den Gastfamilien. Die Kursteilnehmer /-innen können Spezialitäten vor Ort schmecken lassen und einen Alltag kurz miterleben.

Dienstag, den 29.08.2017

bis 9.00

Frühstück in Gastfamilien.

ab 9.00 Abreise zum Veranstaltungsort auf dem Bergübergang „Seminskij Perewal“.
13.00-14.30

Unterbringung in der Herberge „Dinamo“ und die Mittagspause.

15.00-16.30 Workshop: Grundlagen der Verfilmung und Montage. Vorbereitung aufs Drehen der Dokumentarfilme.
16.40-17.10 Seminar: Sprachatlas des Altai. Sprachen und Kulturlandschaften. Einblicke in die historischen Epochen und Gegenwart. (Leiterin: Fr. Doz. S. Zinoveva, AltGU)
ab 18.00 Abendessen und Zeit zur eigenen Vergnügung.

Mittwoch, den 30.08.2017

bis 8.00

Frühstück

8.00–17.00

Archäologische Exkursion mit dem Bus: Besichtigung der königlichen Grabhügel des Zentralaltais (das Tal Ursula, Dorf Tuekta, Dorf Kurai). Besichtigung der Grabhügel Baschadara (nicht weit vom Tschujsker Trakt).
(Leiter: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU, Fr. Doz. S. Zinoveva)

18.00–20.00

Abendessen und Stammtisch zur Besprechung des Erlebten.

ab 20.00

Aufführung der Barden (nach vorläufiger Verabredung).

 Donnerstag, den 31.08.2017

bis 8.00

Frühstück im Gasthaus.

8.00–17.00

Exkursion mit dem Bus: Besichtigung der archäologischen „Mikrorayons“ (Ausgrabungen) namens Urkosch und Jaloman im Zentralaltai, im Rayon Ongudai, im Dorf Kuptschegen, im Dorf Bolschoi Jaloman.  Man zeigt archäologische Komplexe von der Äneolithik bis zum Mittelalter. Man kann das ganze Panorama der Ausgrabungen und Kulturdynamik genießen.
(Leiter: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU, Fr. Doz. S. Zinoveva)

18.00–19.30

Abendessen und Stammtisch zur Besprechung der Erlebnisse. Kurzer Trip zur Einsiedlerhütte im Zederwald (10 min. von der Herberge).

Freitag, den 01.09.2017

bis 8.00

Frühstück im Gasthaus.

8.00–17.00

Exkursion mit dem Bus: Besichtigung der Felsmalerei des Altai. Die archäologischen Komplexe von Kalbak-Tasch I. und II. aus verschieden Zeiten. Der Adyr-Kan-Komplex mit Petroglyphen und dem Tschyisker Hirschstein. Das Große Jalomansker Heiligtum (Wallfahrtort) mit Felsbildern.
(Leiter: Hr. Dr. N. Seregin, AltGU, Fr. Doz. S. Zinoveva)

18.00–19.30

Abendessen und Stammtisch zur Besprechung der Erlebnisse. Sportaktivitäten nach eigenem Wunsch.

Samstag, den 02.09.2017

bis 9.00

Frühstück im Gasthaus.

9.00–10.30

Workshop in Literatur: „Besingung der altaischen Natur im Werk „Sie“ (Она) von W. Bianki“ (Leiterin: Fr. Dr. Skubatsch, AltGU).

10.40–12.10

Workshop in Literatur: Altaische Legenden und Sagen. Kehlgesang der ethnischen Altaier.
(Leiterin: Fr. Dr. habil J. Trubnikowa, AltGU und ein ansässiger Musikant)

12.30–13.30

Mittagspause.

14.00–18.00

Trip zu heiligen Wasserquellen, die mit den Legenden und Sagen verbunen sind. (Begleitpersonen: Lehrkraft der Sommerschule).

19.00-21.00

Abschiedsparty und Stammtisch mit Ansässigen vor Ort. Interaktives Konzert mit nationalen Instrumenten, Gesang und Tänzen.

Barnaul

Sonntag, den 03.09.2017

bis 8.00

Frühstück im Gasthaus und Abreise nach Gorno-Altaisk und  dann nach Barnaul.

8.00–17.00

Geplanter Besuch des Museums von A. Anochin in der Stadt Gorno-Altaisk. Das Landeskundemuseum ist das älteste in der  Republik Altai. Ausstellungsgegenstände führen historische und  archäologisch-ethnographische Entwicklung des Altai vor. Die Expositionen zeigen  den Besuchern  Epochen vor  unserer Zeitrechnung bis  zur Gegenwart. Auf einen Gegenstand ist das Museum sehr stolz. Die Rede ist um die „Altaische Prinzessin“, eine Mumie aus der Skythenzeit, die in 1993 auf dem Plateau Ukok aufgefunden wurde. Das Alter des Fundes schätzt man als 2500 Jahre alt ein. „Die Prinzessin“ ist ein hervorragender archäologischer Fund. Im Museum gibt es eine reiche Ausstellung der Bilder von ethnischen Altaiern des XX. Jahrhunderts. Mittagspause im Grünen.

18.00–19.30

Geplanter Aufenthalt in Barnaul und Unterbringung in Gastfamilien.

Montag, den 04.09.2017

9.00-10.30

Russisch als Fremdsprache (Seminarleiterin: Fr. Dr. S. Doronina).

10.40–12.40

Seminar: Der Altai und Kultur in Gegenwart. Treffen im Verlag der Zeitschrift „Kultur des Altai“.
(Expertin: Fr. L. Wigant; www.culture22.ru)

13.00–14.00

Mittagspause

14.00-15.30 Tischrunde mit dem Diskussionsthema „Über die Rolle der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft des Altai“ im Museum für Geschichte, Literatur, Kunst und Kultur des Altai. (Experte: Direktor des Museums I. Korotkow).
bis 16.30 Besichtigung des Museums. Und dann die Freizeit.

Dienstag, den 05.09.2017

9.00-10.30

Abschlusstest im Fach Russisch als Fremdsprache.
(Seminarleiterin: Fr. Dr. S. Doronina)

10.40–12.10

Vorbereitung auf die Präsentationen der im Laufe der Sommerschule erworbenen Kenntnissen und Ergebnisse. Selbständige Arbeit in Kleingruppen je nach den am ersten Tag gewählten Schwerpunkten.

12.30–13.30

Mittagspause

14.00-15.30 Vorbereitungen auf die Präsentationen
15.40-18.40 Präsentation aller Projekte: Filme, Vorträge, Collage usw. Bewertung. Meinungsaustausch. Evaluation.
ab 19.00 Abschiedsfeier. Ausgabe der Teilnahmebescheinigungen. Pläne für eine künftige Zusammenarbeit.

Mittwoch, den 06.09.2017

Abreisetag.

Die Leitung der Sommerschule behält sich das Recht vor, Korrekturen im Programm entsprechend dem technischen Zustand der Transportmittel und dem physischen Zustand der Teilnehmer  vorzunehmen.

Кафедра германского языкознания и иностранных языков